Beiträge gettagt mit sonstige Sportarten
Ultimate Fighting ist in Deutschland angekommen
17. Jun
Am vergangenen Wochenende fand in Deutschland die erste Veranstaltung der Ultimate Fighting Championchip statt. Vor der Veranstaltung wurde ziemlich viel Wind von Medien und Politikern um diesen Kampfsport gemacht.
Ultimate Fighting ist eine Mixed Martial Arts Veranstaltung. Das bedeutet, dass verschiedene Kampfsportarten vermischt werden. In diesem Fall sind es Boxen, Judo, Ringen, Jiujitsu und Taekwondo. Gekämpft wird drei Runden à 5 Minuten in einem Oktagon das durch einen Maschendrahtzaun begrenzt wird.
Diese Kampfserie kam ins Gerede weil sie am Anfang (Beginn der 90er Jahre) mit dem Slogan “There are no rules!” Werbung machte. Doch es gab bereits am Anfang ein paar Regeln die mittlerweile erweitert wurden.
Der größte Unterschied zu ähnlichen Kampfsportarten ist meiner Meinung nach der Bodenkampf. Da der Kampf nicht unterbrochen ist wenn ein Kämpfer zu Boden geht sondern weiter am Boden gekämpft bzw. gerungen wird gab es mit Sicherheit auch so einen Aufschrei bei Medien und Politikern.
Ein paar der Kämpfe der letzten Veranstaltung habe ich mir angeschaut und ich muss sagen, dass es nicht mein Ding ist. Ich fand es zum Großteil langweilig. Das lag zumindest für mich an den Bodenkämpfen, da ziehe ich dann doch eine MMA Serie wie K-1 vor.
Die Gegner der UFC kommen jedoch auch aus unerwarteter Richtung: Das etablierte Boxen fühlt sich scheinbar auch durch den Boom den die UFC ausgelöst hat bedroht und das ist nicht unbegründet denn in den USA wurde das Boxen in einigen wirtschaftlichen Kennzahlen schon vom Ultimate Fighting überholt.
Einen großen Vorteil der UFC ist das Pairing, scheinbar werden fast immer gleichwertige Kämpfer gegeneinander in das Achteck geschickt und es kommt nicht zu solchen Kämpfen wie beim Boxen wo man häufiger mal den Eindruck hat, einer der Duellanten hätte noch nie einen Ring von Innen gesehen.
Wem es gefällt der soll es schauen, ich freue mich eher auf den Samstag Abend mit Klitschko gegen Chagaev.
Zum Schluss noch zwei Artikel die sich mit der UFC etwas differenzierter auseinandersetzten:
TAZ: Ultimate Fighting in Deutschland – Taktik und Härte
Tagesspiegel: Ultimate Fighting: Prügelnder Albtraum
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das wird ja ne Tour
02. Dec
jetzt ist es offiziell, eben bei Spon gelesen. Lance Armstrong fährt in seiner Comebacksaison neben Giro nun auch definitiv die Tour.
Da dürfte interessant werden wie die Mannschaft von Astana für die Tour aussieht, ich bezweifle, dass sich Contador Armstrong so ohne weiteres unterordnen wird. Das Chaos wäre ja perfekt gewesen wenn auch noch das Comeback von Winokurow bei Astana geklappt hätte, aber glücklicherweise wurde seine von seinem Heimatverband verkürzte Dopingsperre nicht anerkannt und er bleibt ein weiteres Jahr gesperrt.
Wollte eh schon mal seit einer Weile nachlesen wer nächstes Jahr alles zurückkommt und wie die Topteams besetzt sind. Aber heute nicht mehr, ich muss endlich mal wieder früher ins Bett und vor allem nicht wieder beim Podcast schauen im Bett einschlafen, es ist nämlich unangenehm wenn man die halbe Nacht auf seinem I-Phone schläft.
wenn ein Weltklasseathlet einen über den Durst trinkt
11. Sep
Iwan Uchow aus Russland ist wohl eigentlich ein ganz begabter Hochspringer, er war Juniorenweltmeister 2005, er hält mit 2,39 Metern den russischen Hallenrekord und hat im Freien schon 2,33 Meter übersprungen.
Bei der Lausanner Athletissima hat er aber wohl nicht wie seine Kollegen etwas von dem Getränk das Flügel verleiht getrunken sondern zusätzlich noch etwas Wodka untergemischt. Das hat wohl dazu geführt, daß das Getränk keine Flügel mehr verleiht (Linus Thörnblad, schwedischer Hochspringer: “…trank er Wodka-Red-Bull, während wir Red Bull tranken…
Offiziell ist Alkohol nicht verboten, scheinbar nur beim Bogenschießen und beim modernen Fünfkampf, trotzdem wird er wohl Ärger mit dem russischen Verband bekommen.
Man muss das ganze gesehen haben um es zu glauben hier gibt es das Video dazu
Und hier sind noch zwei Artikel dazu:
ein Comeback nach dem anderen im Radsport
10. Sep
Floyd Landis hat wohl wieder ein Team. Richtig bekannt wurde er bei der Tour de France 2006, als er nach einem Einbruch einen großen Rückstand hatte und dann am nächsten Tag alle anderen in Grund und Boden gefahren hat. Auch wenn man keine Ahnung vom Profiradsport hat, war es eigentlich klar, dass das etwas sehr merkwürdig war. So wurde er dann auch nach dem Ende der Tour des Dopings überführt und ihm in einem langwierigen Gerichtsprozess der Sieg aberkannt.
Auch Patrik Sinkewitz, geständiger Dopingsünder, kommt wohl wieder nach nur einem Jahr Sperre (weil er als Kronzeuge aufgetreten ist, wurde seine Sperre auf ein Jahr reduziert) bei einem Team unter. Das freut mich persönlich etwas, klar er hat zwar gedopt, aber danach auch ausgepackt und es sah lange so aus als ob er, weil er die Omertà im Radsport gebrochen hat, kein Team findet.
Die größte Sensation ist aber mit Sicherheit das angekündigte Comeback des Perfektionisten Lance Armstrong, der dies u. A. per Video angekündigt hat. Noch hat er zwar kein Team, aber ich würde darauf wetten, dass er beim Team Astana unterkommt. Er will kein Gehalt sondern wenn ich das richtig verstehe mit seinem Comeback Werbung für den Kampf gegen Krebs (er war vor seiner Siegesserie bei der Tour selbst an Krebs erkrankt und hat ihn besiegt) machen und andererseits mit Sicherheit es den Leuten heimzahlen, die nach seinem Rücktritt über mögliche Dopingverwicklungen berichtet hatten.
Wenn er wirklich bei Astana unterkommt dann hätte er nächste Saison eine Mannschaft wie er sie bei seinem damals starken US Postal bzw. Discovery Team nie hatte. Als Edelhelfer Leute wie Contador, Leipheimer, Klöden, Brajkovic oder Rubiera da wär alles andere als ein Sieg überraschend und wer die Karriere von Armstrong verfolgt hat, egal was man von ihm hält und ich war nie ein Fan von ihm, ist sich klar darüber, dass ein achter Toursieg nicht unwahrscheinlich ist trotz Pause seit 2005.
Lustig wäre es natürlich wenn Ulle dadurch motiviert auch wieder in den Radsport einsteigt. Aber ich glaube nicht daran. Irgendwann die nächste Zeit schreib ich auch mal was darüber wieso ich mich für Radsport interessiere und warum ich ihn weiterhin gerne anschaue trotz der ganzen negativen Schlagzeilen die letzten Jahre.


