avatarDie ersten Kritiken die ich von dem Film gelesen hatte waren doch eher verhalten. Die Erwartungen waren sehr hoch denn schließlich gibt es schon seit langem Gerüchte über Avatar und Regisseur James Cameron arbeitete über 10 Jahre daran und wartete mit dem Dreh bis nun endlich die Technik so fortgeschritten war, dass er seine Vorstellungen umsetzen konnte.

Ich wollte mir auf jeden Fall selbst ein Bild zu machen und habe den Film nun sogar zweimal gesehen. Erst in der normalen 2D Fassung (mangels freier Tickets für die 3D Version) und dann gestern in Mainz mit einem Kumpel in 3D. Ob es sich lohnt in die 3D Fassung statt in die ‘flache’ Variante zu gehen erfahrt ihr nach einer kurzen Inhaltsangabe:

Der Film spielt im Jahr 2154 (wenn ich mir die Jahreszahl vom Videolog richtig gemerkt habe), die Ressourcen der Erde sind so ziemlich verbraucht, da hat man den Mond Pandora des Planeten Polyphemus entdeckt, der neben den benötigten Rohstoffen dummerweise auch noch einen Haken hat: die Bewohner des Mondes, Na’vi genannt. Das sind blaue Katzenmenschen die die Menschen um ein paar Köpfe überragen.

Da man die Rohrstoffe unbedingt braucht haben sich die Menschen zwei Varianten überlegt: Entweder durch Verhandlungen das Vertrauen der Na’vi gewinnen und sie von einer Umsiedlung überzeugen oder, wenn das nicht klappt, die Waffen sprechen zu lassen.

Um die Na’vi leichter zu überzeugen wurden sogenannte Avatare erschaffen. Leblose Hüllen der Katzenwesen die erst mit Leben gefüllt werden wenn ein Mensch durch eine Maschine in eine Art geistige Verbindung zu dieser Marionette tritt.

Quasi eine Art Real-Life Videospiel. Sobald die Verbindung getrennt wird fällt der Avatar wieder leblos zu Boden bis der Mensch sich wieder einklinkt.

Einige Wissenschaftler durchliefen ein langes Training um den für sie angepassten Avatar übernehmen zu können. Dummerweise wird einer dieser Wissenschaftler auf der Erde erschossen. Ist natürlich ärgerlich da die Avatare speziell auf die DNA ihres menschlichen Partners abgestimmt sind. Zum Glück im Unglück hat der Ermordete aber einen Bruder, einen Ex-Marine der im Rollstuhl sitzt und sich von dem Einsatz auf Pandora genug Geld erhofft um sich auf der Erde dann wieder seine Wirbelsäule richten zu lassen.

Zur Überraschung aller wissenschaftlichen Mitarbeiter ist es nun ausgerechnet dieser Ex-Marine, Jake Sully, der es schafft in die Nähe eines Na’vi Stamms zu kommen und nach und nach das Vertrauen der Häuptlingstochter Neytiri und dem Rest vom Stamm der Omaticaya gewinnen kann. Ob er ihr und ihrem Volk vielleicht zu nahe kommt wird euch der Film verraten wenn ihr ihn anschaut.

Mir hat der Film gefallen, auch weil ich nicht den Übersuperduperfilm erwartet hatte. Das ist er auch nicht geworden aber er spielt immer noch in der oberen Liga mit. Bei der Handlung hapert es manchmal etwas denn die ist doch sehr vorhersehbar und nichts wirklich Neues: Eine Mischung aus Pocahontas, einem Appell für den Umweltschutz und etwas Esoterik. Aber diese wd3Welt auf Pandora hat mich dennoch in ihren Bann gezogen. Diese Mischung aus Sci-Fi und Fantasy hat mich begeistert und das schon in 2D. In 3D ist der Film dann gleich noch eine ganz andere Hausnummer. Für mich war es der erste 3D Film wenn man mal von simulierten Achterbahnfahrten in Vergnügungspark mit rot-grüner Brille absieht.

Mit dieser Technik dürfte in Zukunft noch einiges möglich sein und ich freue mich wirklich darauf. Das Positive an Avatar ist auch, dass der Film nicht auf Teufel komm raus auf Effekthascherei aus ist sondern diese 3D Effekte gut in die Handlung integriert hat. Auch die Technik mit der die Mimik der Na’vi eingefangen wurde ist wirklich toll und überzeugend gemacht.

James Cameron hat nicht nur Regie geführt (rund 12 Jahre nach seinem letzten Kinofilm Titanic), sondern auch das Buch geschrieben und trat auch als Produzent für Avatar auf.

Die bekannteste Schauspielerin in Avatar dürfte wohl Sigourney Weaver als Dr. Grace Augustine, die Chefin des Wissenschaftsteams, sein. Unter Cameron hat sie ja bereits in “Aliens – die Rückkehr” mitgespielt. Der Ex-Marine Jake Sully wird von Sam Worthington gespielt. Vorher hat er u.a. im letzten Terminator eine der Hauptrollen neben Christian Bale gespielt.

Die Hauptrolle bei den Na’vi, die Häuptlingstochter Neytiri, wird gespielt von Zoe Saldana, die im letzten Star Trek Film Uhura spielte. Ihre Mutter Moat wurde gespielt von CCH Pounder die mir bekannt war aus den 7 Staffeln der hervorragenden Serie “The Shield” wo sie als Detective Claudette Wyms auftrat. Dann wäre da noch Michelle Rodriguez (Lost, Resident Evil, The Fast and the Furious) als Kampfhubschrauberpilotin Trudy Chacon, die die Wissenschaftler durch die Gegend fliegt.

Der Rest ist doch eher unbekannt und trat hauptsächlich in diversen Serien als Nebendarsteller auf.

Ich habe den Film beide Male auf Deutsch gesehen, die Synchro war nicht überragend aber akzeptabel. Allerdings habe ich ja auch keinen Vergleich mit dem Original.

Schaut euch den Film auf jeden Fall an und unbedingt in einem 3D Kino, das rentiert sich wirklich. Ihr könnt zwar keine Meisterleistung von der Handlung erwarten aber sie unterhält euch dennoch so gut, dass in den gut 2,5 Stunden keine Langweile aufkommt. Erwartet aber auf der anderen Seite auch kein Actionfeuerwerk denn der Großteil des Films beschäftigt sich damit, wie Jake Sully immer mehr von den Na’vi aufgenommen wird, ihre Sitten und Gebräuche erlernt und die Welt erkundet.

Meine Wertung: (8.5/10)

allerdings holt hier die 3D Technik und die fantastische Welt von Pandora einiges an Sternchen. Ohne diese wäre die Wertung etwas schwächer.

Hier geht es nun noch zum TRAILER

(aber seid gewarnt, der ist über 3 Minuten lang und verrät einiges von der Handlung)

PS: ich will unbedingt auch so einen universellen USB-Anschluss der sich mit allem verbinden kann. Awesome! :dance:

PPS: das untere Bild ist von @_schnedi

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