In den Ring geschaut: Erdei vs. Fragomeni
Wie bereits vor kurzem erwähnt stand heute in Kiel das Duell um die Weltmeisterschaft im Cruisergewicht zwischen dem WBC Weltmeister Giaccobe Fragomeni und dem ehemaligen Weltmeister im Halbschwergewicht Zsolt Erdei an. Erdei hatte nach 6 Jahren seinen Titel niedergelegt um die Gewichtsklasse zu wechseln. Vermutlich ist der Italiener der schwächste Weltmeister im Cruisergewicht aber dennoch keine zu leichte Aufgabe für den Ungarn der eher für seine Technik als für seine Schlagstärke berühmt ist.
In den ersten Runden legte Erdei toll los, ließ den Weltmeister häufiger ins Leere laufen und brachte einige schöne Treffer ins Ziel. Doch der Italiener blieb scheinbar davon unbeeindruckt und drehte den Kampf ab Runde 4, Erdei konnte den Schlägen nicht mehr so gut wie zu Beginn ausweichen und er machte auf mich zur Mitte des Kampfes den Eindruck als würde er sich nicht mehr lange halten können. Aber dann fing er sich wieder und die beiden lieferten wirklich einen großartigen Kampf über die 12 Runden ab. Man hatte wirklich Spaß beim zuschauen.
Ich hatte den Kampf am Ende bei 114:114. Einer der drei Ringrichter sah das auch so, die anderen beiden hatten Erdei mit 115:113 vorne. Das konnte man durchaus so entscheiden. Erdei ist nun der erste Ungar der in zwei Gewichtsklassen Weltmeister werden konnte. Mal schauen wie es jetzt für ihn weitergeht, er ist zwar “schon” 35, sein heutiger Gegner allerdings ist bereits 40 und war bis zu diesem Kampf noch Weltmeister.
Der zweite “Hauptkampf” zwischen dem Mexikaner Humberto Mauro Gutierrez und Vitali Tajbert sollte den Titelträger des interim WBC super featherweight title ermitteln. Tajbert gewann einstimmig nach Punkten.
Und im Supermittelgewicht gewann Dimitri Sartison aus Hamburg gegen Stjepan Bozic den vakanten WBA World super middleweight Gürtel durch TKO nach 5 Runden.
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