Sport

Kurz in den Ring geschaut: Zbik vs. Spada und Stieglitz vs. Gutknecht

Im Juli letzten Jahres gab es diesen Kampf schon einmal, damals ging es um die WBC-Interimsweltmeisterschaft zwischen Sebastian Zbik und Domenico Spada aus Italien.

Zbik gewann damals knapp nach Punkten, ich hatte eher den Italiener vorne. Der Kampf war alles andere als ansehnlich, aber der Mitte des Kampfes wurde fast nur noch geklammert. Rund ein 3/4 Jahr später treffen die beiden wieder aufeinander. Es geht wieder um den Interimstitel im Mittelgewicht, denn der richtige Gürtel ist weiterhin bei Kelly Pavlik.

Ich hatte schon wieder Ähnliches wie beim ersten Duell befürchtet, es wurde dann aber doch etwas besser. Zu Beginn dominierte Zbik, in der vierten Runde verpasste ihm der Italiener einen heftigeren Cut. Das brachte Spada zwar einen Punktabzug aber auch einen kleinen Aktivitätsschub und in den folgenden Runden brachte er Zbik etwas in Bedrängnis, bis der etwas genervt schien und in der 7. Runde den Spieß wieder umdrehte. Sonderlich ansehnlich war auch dieser Kampf nicht, aber der Sieg von Zbik war dieses Mal etwas deutlicher und verdienter als bei der letzten Begegnung. 116-111, 117-110 und 116-111 hatten ihn die Punktrichter am Ende vorne.

Hauptkampf des Abends war die zweite Titelverteidigung des WBO Weltmeisters im Supermittelgewicht, Robert Stieglitz. Den Kampf hat der Weltmeister dann doch nach einer Weile dominiert und ließ seinem Herausforderer nach Punkten keine große Chance. Aber es war im Vergleich zum anderen Kampf doch einiges mehr an Action in dem Fight. Auch Gutknecht konnte zwischendrin mit seinen Fähigkeiten glänzen.

Am Ende sah es wie folgt auf den Punktzetteln aus: 119-108, 117-11 und 117-110 für Stieglitz. Gutknecht hatte immerhin seinen letzten Kampf knapp 2:1 nach Punkten gegen Karoly Balzsay gewonnen, der seinen Weltmeistertitel im August 09 an Stieglitz verloren hatte. Es freut mich, dass Stieglitz seinen Titel in dieser hochkarätigen Gewichtsklasse auskosten kann.

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In den Ring geschaut: W. Klitschko vs. Chambers

Zum ersten Mal dieses Jahr geht es wieder um Boxen bei und abgesehen davon…

Und es stand nicht weniger als die Schwergewichtsweltmeisterschaft nach Version von IBF, WBO und IBO auf dem Spiel beim Duell zwischen Titelträger Wladimir Klitschko und seinem Herausforderer “Fast” Eddie Chambers aus den USA.

Chambers hat sich für diesen Kampf durch seinen Punktsieg über Alexander Dimitrenko im “WBO Heavyweight Title Eliminator” letzten Juli qualifiziert. Bei Wladimir “Dr. Steelhammer” Klitschko liegt der letzte Kampf sogar noch einen Monat weiter zurück. Es war sein vorzeitiger Sieg über Ex-Weltmeister Ruslan Chagaev, der kurzfristig für David Haye eingesprungen war.

Um in diesem Kampf zu bestehen, sollte “Fast” Eddie seinem Beinamen auch alle Ehre machen, denn mit 185 cm Körpergröße und einer Reichweite von 191 cm ist er seinem Kontrahenten (199cm groß und 206 cm Reichweite) doch etwas unterlegen.

Kleines Detail am Rande, was ich nicht so richtig verstehe: Der Fight wurde nicht vom US Fernsehen übertragen, sondern konnte in den USA wohl nur über Internet PPV gesehen werden, wenn ich das alles richtig mitbekommen habe.

Jetzt aber zum Kampf: Chambers versuchte zum Beginn einiges, aber das sah dann auch etwas unsauber aus, wie er zum Beispiel Klitschko auf die Schulter nahm oder ihn in Runde zwei runterdrückte. Es waren Versuche um die Linie von Klitschko etwas zu zerstören und ihn nicht zu seiner hervorragenden Arbeit mit dem Jab kommen zu lassen.

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Das Unmögliche (Zitat)

Gold oder Silber, vielleicht wird’s sogar mehr!

Gestern so gehört bei der ZDF-Olympiaübertragung von der Entscheidung des Teamsprints der Damen im Langlauf. Ich weiß leider nicht, wer der Reporter war.

nur ein wirrer Gedanke: Enttäuschte Erwartungen

Im Moment laufen in Vancouver die XXI. Olympischen Spiele. Bei den Wettbewerben der Biathleten haben bis jetzt nur die Damen Medaillen abgeräumt, die Männer laufen nur hinterher. Heute Morgen habe ich dann beim Frühstück eine Zusammenfassung des gestrigen Wettkampftages gesehen, in der auch das ‘erfolglose’ Abschneiden der Biathlonherren thematisiert wurde.

Michael Greis, der bei den vergangenen Spielen in Turin drei Goldmedaillen gewann, wurde über das ‘bescheidene’ Abschneiden befragt. Der ganze Bericht war ziemlich offensichtlich vorwurfsvoll gehalten, mit dem Tenor, dass man von den Deutschen Athleten sehr enttäuscht ist. Greis sagte dann sinngemäß etwas in die Richtung, dass er sein bestes gegeben habe, sich wirklich bemüht hat und es einfach nicht besser ging, das müssten halt die Leute auch mal verstehen. Aus dem Off sagte der Reporter dann was in die Richtung ‘die Öffentlichkeit will sich aber mit so was nicht einfach abfinden’ und das nächste Bild zeigte, wie ein Rudel von Reportern Greis umlagerte und befragte.

Ich finde das Ganze einfach nur, entschuldigt die Wortwahl, zum Kotzen. Es gibt bei diesem Rennen im Unterschied zum Weltcup nur drei Plätze, die etwas bedeuten. Ab Rang 4 beginnt das Desinteresse und die Enttäuschung.

Ich frage mich, welche Öffentlichkeit enttäuscht war, ich habe nichts von einer öffentlichen Demonstration gehört, es gab auch keine Petition im Internet, die die Entlassung des Trainers gefordert hätte. Die Einzigen, die von Enttäuschung berichten, sind eben diese Medien. Ich gucke Biathlon ganz gerne und hätte zum Beispiel dem sympathisch wirkenden Greis auch eine Medaille gegönnt, aber es hat halt nicht sollen sein. Ist ja nicht so, dass da nur deutsche Athleten am Start sind und andere Nationen keine Ahnung vom Biathlonsport hätten.

Es ist noch nicht so lange her, da gab es eine Riesendiskussion nach dem Tod von Robert Enke, dass man nicht so einen Erwartungsdruck aufbauen dürfte und Sportler nicht so hart kritisieren sollte usw., ihr erinnert euch bestimmt daran. Ein paar Monate später scheint das alles Vergessen.

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In den Ring geschaut: Stieglitz vs. Acosta

Kurze News nur nebenbei: der Superkampf Floyd Mayweather Jr. vs. Manny Pacquiao am 13. März ist geplatzt, da das Mayweather Lager Gesundheitskontrollen festschreiben lassen wollte, die das Lager von Pacquiao ablehnte. Schade.

Nun aber zum Kampf des Abends:

Eigentlich sollte Robert Stieglitz seinen frisch gewonnen WBO Titel im Supermittelgewicht gegen Edison Miranda verteidigen. Das fand ich damals als ich die Meldung hörte sehr respektabel, denn Miranda, der Abraham damals den Kiefer gebrochen hatte, ist jetzt nicht unbedingt Fallobst. Leider hat der Kolumbianer sich kurz vor dem Kampf krankgemeldet und so wurde der Argentinier Ruben Eduardo Acosta, der sich auf einen Kampf in zwei Wochen vorbereitete, kurzfristig verpflichtet.

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In den Ring geschaut: Brähmer vs. Sukhotsky und Zbik vs. Della Rosa

Heute mal etwas kürzer denn mir ist gerade sehr kalt und ich habe keine Lust auf einen längeren Text. Für Jürgen Brähmer stand nach seinem WBO Weltmeistertitelgewinn am grünen Tisch nun die erste Titelverteidigung auf dem Programm. Gegner war der eher unbekannte Russe Dmitry Sukhotsky. Ich habe mit einem ziemlich kurzen Kampf gerechnet, wurde aber eines besseren belehrt. Brähmer dominierte die erste Hälfte des Kampfes, ließ aber gelegentlich seinem Gegner zu viel Raum den dieser zu nutzen wusste. In Runde 8 und 9 bekam der Herausforderer etwas Oberwasser und war der aktivere Boxer. Noch schlimmer wurde es in Runde 10 als Sukhotsky für gut 20 Sekunden einen quasi wehrlosen Brähmer an den Seilen stellte und einen Schlaghagel losließ der so manchen Boxer in die Knie gezwungen hätte (und manchen Ringrichter nicht zu Unrecht zu einem Abbruch bewogen hätte). Brähmer überstand diese Attacke und konnte sich irgendwie retten (ich hab keine Ahnung wie er das geschafft hat). Aber nicht nur das, in den beiden letzten Runden kam er sogar zurück und hielt seinen Gegner wieder in Schach.

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In den Ring geschaut: V. Klitschko vs. K. Johnson

In Bern fand heute Abend das Duell um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht nach Version der WBC zwischen dem amtierenden Weltmeister Vitali Klitschko und seinem Herausforderer, dem US-Amerikaner Kevin Johnson statt.

Johnson ist die Nummer 5 in der Rangliste der WBC, in der Boxrec wird er allerdings nur auf Rang 26 geführt. Von 23 Kämpfen konnte er 22 gewinnen bei einem Unentschieden. Allerdings liest sich die Liste seiner Gegner nicht gerade als das “Who is Who des Schwergewichts”.

Für den älteren der beiden Klitschko-Brüder ist es die dritte Verteidigung seines WBC-Titels  gewesen.

Bevor es um den Kampf geht mal kurz zur Musik: Erst trat im Ring Jan Delay auf und es war wirklich faszinierend, obwohl er vermutlich auf Deutsch gesungen hat habe ich kein Wort verstanden. Dann marschierte der Herausforderer unter der Musik von Michael Jackson in den Ring, allerdings nicht zu einem der 2-3 noch evtl. passenden Einmarschliedern (wie z.B. Beat it), nein zu entweder Heal the World oder einem ähnlich klingenden Song (sorry, bin kein Jacko Fan und kann nur ein paar von seinen Liedern auseinanderhalten). Klitschko hatte sich mit Hells Bells von AC/DC wenigstens was vernünftiges zum Einmarsch ausgesucht.

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